Entschlacken und den Körper entgiften

 

 

 

Entschlacken, den Körper entgiften und die Giftstoffe ausleiten

 

 

Belastete Lebensmittel, Stress und Umweltgifte machen uns krank. Unsere Entgiftungsorgane laufen auf Hochtouren. Wir können sie jedoch unterstützen.


 

Der Begriff „Ausleitung“ stammt aus der Humoralpathologie und gilt als veraltet. Damals sollten „fehlerhafte Körpersäfte“ ausgeleitet werden. Wenn wir diesen Begriff gegen das Wort „Entgiftung“ austauschen, wird daraus eine hochaktuelle präventivmedizinische Therapie. Denn mit Schadstoffen sind wir alle mehr oder weniger belastet. Die Wissenschaft bringt täglich neue Beweise dafür, dass solche Belastungen schwere, meist chronische Erkrankungen auslösen können. Regelmäßige Ausleitung und Entgiftung härtet ab, beugt Krankheiten vor und unterstützt die Genesung.

 

Wie der Körper entgiftet

Für die Entgiftung ist normalerweise unsere Leber verantwortlich, die Schadstoffe aufnimmt und über verschiedene chemische Prozesse unschädlich macht oder in stärker lösliche, ausscheidbare Verbindungen umwandelt. Sie werden über die Blase und den Darm als Urin und Stuhl ausgeleitet. Neben dem Darm und der Haut sind die Nieren Hauptausscheidungsorgane für schädliche Stoffwechselprodukte.

Gifte, die nun weder über Leber und Darm oder Niere ausgeleitet werden können, versucht der Körper über die Lunge oder die Haut loszuwerden. Die Lunge ist sehr gut geeignet, um das verbrauchte CO2 abzuatmen, jedoch weniger geeignet, um andere Gifte auszuscheiden. Mit dem Schweiß kann der Körper weitere Giftstoffe über die Haut abtransportieren. Doch diese ist mit „nur“ 2 m² Oberfläche zu klein, um das Entgiftungsproblem allein vollständig zu lösen. Am Ende der Kette stehen nur noch die Haare und vor allem das Bindegewebe und das Fettgewebe: hier kann der Körper Schadstoffe einlagern.

 

Symptome einer Überbelastung

Sind all diese Organe überbelastet, kommt es zu verschiedenen klinischen Symptomen. Leichtere Anzeichen sind Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Leistungsschwäche. Ernstere Erkrankungen, auch im Zusammenhang mit „freien Radikalen“ sind das Chronische Müdigkeitssyndrom (CFS), Fibromyalgie, Alzheimer und Arteriosklerose. Typische Erkrankungen bei übermäßiger Schadstoffbelastung sind auch chronische Entzündungen im Körper (z.B. in Magen und Darm), entzündliche und degenerative Gelenkerkrankungen, Hauterkrankungen, Allergien und Krebs.

 

Diagnostische Mittel

Wie belastet wir tatsächlich sind, kann durch verschiedene Tests relativ einfach festgestellt werden. Am bekanntesten und häufigsten praktiziert wird die Blutdiagnostik. Hier zeigt sich, ob unsere Entgiftungsorgane noch einwandfrei arbeiten, unter welchem oxidativen Stress wir stehen oder welches kardiovaskuläre Risiko wir tragen. Verschiedene weitere Bluttests geben Aufschluss über Allergien, Umwelttoxine, Tumormarker und den Immunstatus.

Stuhl- und Urintests zeigen ebenfalls die allgemeine Giftbelastung auf, weisen aber auch speziell Amalgam nach. Erste wissenschaftliche Belege haben bereits 1955 darauf hingewiesen, dass eine Amalgambelastung unseren Körper krank machen kann. Seit 1994 wird selbst von den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen empfohlen, belastende Füllungen zu entfernen und den Stoff auszuleiten.

Krankmachende Prozesse sind beispielsweise auch Entzündungen, die durch einfache Stuhltests nachgewiesen werden können. Ergänzt werden all diese Untersuchungen durch die Haar-Mineral-Analyse.

Sind die Befunde positiv, hat der Körper mit Sicherheit schon selbst versucht, die Giftstoffe auszuleiten. Dies kann durch Fieber, Katarrhe, Durchfälle, Blutungen oder Ausfluss geschehen sein. Auch Hauterkrankungen wie Ekzeme, Akne oder Rosacea weisen auf körpereigene Entgiftungsmaßnahmen hin. Diese Maßnahmen können nun sanft unterstützt werden, beispielsweise extern durch Schröpfen, Blutegel, Cantharidenpflaster, Quaddeln, Aderlass oder Wickel, in seltenen Fällen auch Abführ- und Brechmittel.

 

Lebensmittel, die entschlacken

Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln, die Schadstoffe ganz natürlich ausschwemmen und einen diuretischen Effekt haben. Dazu gehören fast alle Obstsorten, Rettich, Uva ursi (Bärentraube), Wacholder und Spargel. Die Menstruation der Frau hat ebenfalls eine entgiftende Wirkung. Zu empfehlen sind zudem schweißtreibende Anwendungen (Sauna, Dampfbad) aber auch Sport, des Weiteren galletreibende Mittel wie Faulbaumrinde, Teufelskralle und Bitterstoffe. Werden zudem Eiter- und Entzündungsherde im Körper gefunden (z.B. Mandeln, Blinddarm, Zähne) und beseitigt, steht einer therapeutischen Umstimmung der Reaktionslage zur Neuregulation und Gesundung nichts mehr im Wege.

 

Entschlackungstherapien

Nicht nur zur Vorbeugung, sondern insbesondere bei mittleren bis schweren Erkrankungen aufgrund von Schadstoffbelastungen, kann modern entgiftet werden. In Spezialpraxen und Privatkliniken werden solche Therapien angeboten: Thalasso-Bäder, Chelat-Infusionen, Detox-Fußbäder, Einläufe bzw. Kolon-Hydrotherapie und Darmsanierung. Diese Maßnahmen greifen jedoch nur dann dauerhaft, wenn Schadstoffe vermieden werden, so weit es irgendwie geht. Dazu gehört ein „gesunder“ Lebensstil ohne Zigarettenrauchen, mit mäßig Alkohol, geruhsamem Schlaf, Stressbewältigung und mäßiger sportlicher Bewegung.

Eine ganz wichtige Rolle beim Ausleiten und Entgiften spielt die Ernährung. Mehr dazu finden Sie in dem Artikel „Mit der richtigen Ernährung ausleiten und entgiften“.

 

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