Huna Lehre

Die Welt ist, wofür man sie hält.

Der erste und wichtigste Grundgedanke der Huna-Lehre lautet:
Die Welt ist, wofür man sie hält.
Das bedeutet, daß unsere Welt genau das ist, wofür wir sie halten. In Bezug auf Gesundheit und Heilung bedeutet das, daß die Art und Weise wie wir über uns selbst und die Welt denken, einen direkten Einfluß auf unseren Gesundheitszustand hat. Nicht nur unsere Gefühle, Ängste, Erwartungen, sondern auch unsere Erinnerungen spielen eine Rolle. Es ist daher sehr wichtig, sich seiner Glaubensmuster bezüglich seiner Gesundheit und seiner Heilung bewußt zu werden. Denn sie haben einen direkten Einfluß auf den Zustand unseres Körpers. Streß-bedingte Gedanken und Emotionen lösen unmittelbar körperlichen Streß aus. Durch unsere Gedanken entsteht unser Verhalten, und von hier aus gehen Befehle an alle Zellen im Körper. Nur wenn die körperliche, geistige und emotionale Ebene integriert wird, kann man von wahrer Heilung sprechen.

Es gibt keine Grenzen

Das zweite Prinzip besagt:
Es gibt keine Grenzen.
Das bedeutet, daß es keine Grenzen für das gibt, was wir tun können. In anderen Worten: Alles kann geheilt werden - vorausgesetzt wir finden die bestmögliche Methode für uns. Und es gibt viele verschiedene Wege, auf denen Heilung erreicht wird. Sie kann durch Arzneimittel, Heilpflanzen, Operationen, aber auch durch Gebete oder Rituale herbeigeführt werden. Das Einzige, was wir tun müssen, ist, die richtige Methode für uns herauszufinden, die uns am besten entspricht, bzw. die Heilung für uns ermöglicht.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

Das dritte Prinzip lautet:
Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.
Im Bereich der Heilung spielt dieser Grundsatz eine sehr wichtige Rolle, denn je mehr wir mit unseren Gedanken bei der Krankheit, bei den Schmerzen oder bei vergangenen Traumata verharren, um so mehr erschwert es die Heilung. Auch wenn wir Angst davor haben, krank zu werden, ist es viel schwerer, gesund zu bleiben, denn jedes negative Gefühl produziert chemische und energetische Reaktionen im Körper, die ihn krank werden lassen. Wenn wir aber unsere Aufmerksamkeit auf Gesundheit konzentrieren und auf alles Schöne, was damit zusammenhängt, wie Energie, Glücksgefühl etc., dann verändern sich unser Verhalten und unser Körper in diese Richtung. Wir fokussieren uns dann auf das, was wir möchten, anstatt auf das, was wir nicht möchten.

jetzt ist der Augenblick der Macht

Im vierten Prinzip geht es darum, daß
jetzt der Augenblick der Macht ist.
Das bedeutet, daß jetzt der Augenblick der Heilung ist. Wir müssen hier und jetzt anfangen und nicht meinen, eine Krankheit dauere so und so viel Zeit. Sondern in jedem Augenblick besteht die Möglichkeit, unsere Glaubenssätze und mit ihnen unseren Körper in Richtung Gesundheit hin zu bewegen. Wir dürfen uns nicht von negativen vergangenen Erfahrungen bestimmen lassen, denn nicht die Vergangenheit an sich ist das Problem, sondern unsere Erinnerung daran. Die Vergangenheit ist vergangen. Genauso wie der Regen von gestern uns nicht naß macht, machen uns die Probleme von gestern nicht krank. Das sind unsere Reaktionen auf diese Erinnerungen heute, die Krankheit auslösen.

Lieben heißt, glücklich sein mit...

Das fünfte Prinzip lautet:
Lieben heißt, glücklich sein mit...
Liebe ist die Erfahrung von Glück mit etwas oder jemand. D.h., daß Liebe der glückliche Teil einer Beziehung ist. In Bezug auf die Heilung bedeutet das, daß Liebe heilt. Denn, wenn wir Glücksgefühle empfinden, verändert sich unser Körper in dem Augenblick und er wird gesund proportionell zum Grad der Liebe. Die Möglichkeit, dieses gute Gefühl zu verstärken, besteht darin, mehr zu lieben und die Möglichkeit, Liebe zu verstärken, ist, glücklicher zu werden. Beides arbeitet zusammen. In der hawaiischen Kultur bedeutet Liebe, eine Erfahrung zu teilen, mit anderen zu teilen und im Augenblick glücklich zu sein. Und es geschehen wunderbare Dinge, wenn wir das tun. In der Liebe zu sein, heißt, daß wir die meiste Zeit darauf verwenden, zu schätzen, was gut ist. Das bedeutet nicht, daß wir, was uns nicht gefällt, verdrängen, sondern, daß wir die meiste Zeit beim Positiven verweilen. Und das verändert den Zustand des Körpers. Liebe ist also nicht nur ein Zustand, sondern auch ein Weg. Das ist der Weg Richtung Gesundheit und Heilung - und Harmonie.

Alle Macht kommt von innen

Das sechste Prinzip heißt:
Alle Macht kommt von innen.
Das bedeutet, daß die heilende Kraft aus einem selbst kommt. Aus dem Körper. Sie können aber auch sagen: Sie kommt aus dem Geist. Es gibt also keine Heiler in dem Sinne, sondern Katalysatoren, Helfer, und das ist jeder gute Mediziner: Er heilt nicht, sondern unterstützt die Heilung. Es gibt keine Heilung außer der, die vom Patienten kommt. Diese heilende Kraft ist sogar viel umfassender als er, deshalb wird sie durch vieles unterstützt: durch Menschen, Arzneien, Heilpflanzen, Sport, durch alles Mögliche.

Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit

Schließlich lautet das siebte Prinzip:
Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit.
Wirksamkeit bedeutet nichts anderes, als das, was funktioniert. Wir sollen also alles, aber auch alles benutzen, was den Heilungsprozeß unterstützt. D.h., wir sollten jede erdenkliche Methode anwenden, die den Prozeß unterstützt. Nicht die Methode an sich ist wichtig, sondern das Ziel: die Heilung.

Die Huna-Lehre beruht auf Methoden, die einfach, leicht zu merken und äußerst wirksam sind. Eine hervorragende Technik ist die sogenannte "Dynamind Technik", die ich auf der Basis von alten schamanischen Praktiken entwickelt habe. Mit dieser Technik ist es jedem, der sie anwendet, möglich, jedes beliebige Problem zu lösen oder Beschwerden zu lindern. Jedem der Prinzipien, die wir gerade besprochen haben, entspricht ein Weg der Heilung. Es gibt also 7 Wege der Heilung und die Huna-Lehre hat dafür 7 Schlüsselworte, die lauten:

Sei aufmerksam!

Sei frei!

Sei konzentriert!

Sei hier!

Sei liebevoll!

Sei sicher!

Sei kreativ!

 

Sei aufmerksam!

bedeutet in Bezug auf Gesundheit und Heilung, daß wir uns zunächst einmal bewußt machen müssen, was Gesundheit eigentlich für uns heißt. Denn gesund zu sein ist mehr, als nicht krank zu sein. Es kann bedeuten, sich sehr wohl zu fühlen, weil man viel Energie hat, sich energievoll zu fühlen.

Sei frei!

bedeutet, daß wir über alle Begrenzungen, die wir bezüglich unserer Heilung haben, im Klaren sind. Das können Ängste, Unzufriedenheit, Zweifel sein, die uns daran hindern, gesund zu werden. Wenn wir gesund sein wollen, reicht es nicht, sich nur darauf zu konzentrieren, gesund sein zu wollen, wenn wir weiterhin unsere Ängste, Wut und Zweifel mit uns herumtragen.

Hierbei gibt es eine sehr schöne und wirksame Visualisierungsübung, die ich gern mache:

Stellen Sie sich vor, Sie stünden auf einem Weg. Stellen Sie sich vor, wie Sie da stehen, und fühlen Sie, wie Ihre Füße den Boden berühren. Versuchen Sie dabei, so viel echte Empfindungen zu spüren wie möglich: Bilder, Klang, Berührung, sogar Geschmack und Geruch, wenn Sie möchten, so daß sich diese Vorstellung so real wie möglich anfühlt. Weiter vorne auf dem Weg befindet sich der Gesundheitszustand, den Sie anstreben. Sie können ihn sich als glühendes Licht vorstellen oder als wunderschönen kleinen Platz, auf den Sie zugehen. Machen Sie sich keine Gedanken darüber, wie exakt Sie sich alles bildlich vorstellen können.

Und während Sie den Weg entlang gehen, erhebt sich ganz plötzlich vor Ihnen eine große Barriere, die für alle Ihre Ängste, Zweifel und Wut steht, die mit dem Erreichen dieses Gesundheitszustandes zu tun haben. Es kann sich dabei um eine Mauer handeln oder um einen Stacheldraht, um eine große Grube oder eine Schlucht. Diese Barriere steht zwischen Ihnen und dem Zustand, den Sie erreichen möchten. Nun kommt etwas Wichtiges: Mit Hilfe all Ihrer Imagination, Ihrer Fertigkeiten und Ihres Wissens durchbrechen Sie diese Barriere. Sie können über sie steigen oder unter ihr durchgehen, um sie herum gehen oder sogar durch sie hindurch. Überwinden Sie dieses Hindernis, egal wie. Und gehen Sie weiter auf dem Weg zu dem Gesundheitszustand, den Sie sich wünschen. Lassen Sie sich durch nichts aufhalten.

Es ist sehr wichtig, diese Übung mit so viel körperlicher und sinnlicher Wahrnehmung wie möglich zu machen, so daß das Unterbewußtsein und der Körper es als total real empfinden. Dafür ist es wichtig, sich soviel Zeit wie erforderlich zu nehmen. Je mehr unsere Vorstellung körperlich spürbar ist, desto eher wird dies unser Unterbewußtsein und unseren Körper davon überzeugen, daß sie tatsächlich die Ängste und Zweifel überwunden haben. Ich empfehle, diese Visualisierung so oft zu machen, bis Heilung eintritt. Manchmal wird es sehr leicht sein, das Hindernis zu überwinden, und bei anderen Malen wird es viel schwerer sein. Da darf man nicht aufgeben, denn das bedeutet nur, daß man bei einer tieferen Schicht des inneren Widerstands angelangt ist. Aber je öfter man diese Schicht durchbricht, desto näher rückt der Gesundheitszustand.

Sei konzentriert!

bedeutet, daß wir uns auf das Thema des Nutzens der Gesundheit und Heilung konzentrieren sollten. Denn wir werden nicht heilen, wenn wir keinen Nutzen durch die Heilung haben. Wenn der Nutzen, krank zu bleiben, grösser ist, als der Nutzen, gesund zu werden, dann bleiben wir krank. Es gibt viele Gründe, warum Menschen krank werden und bleiben. Es gibt welche, die dadurch die Aufmerksamkeit bekommen, die sie sonst nicht erfahren würden, andere werden gezwungen, eine Pause einzulegen, Innenschau zu betreiben und ihr Leben zu verändern. Andere wiederum werden krank, um nicht arbeiten zu müssen. Also wie Sie sehen, erfüllen Krankheiten verschiedene Zwecke.

Und genauso wie es viele Gründe gibt, warum Menschen krank werden, gibt es viele Gründe, warum sie krank bleiben, es sei denn, es gibt einen besseren oder wichtigeren Grund für den Körper gesund zu werden. Also wenn wir gesund werden wollen, müssen wir uns davon überzeugen, daß der Nutzen der Gesundheit größer ist, als wenn wir krank bleiben. Wenn wir davon überzeugt sind, daß wir mehr davon haben, wenn wir gesund sind, dann kann uns nichts mehr aufhalten.

Sei hier!

heißt, daß wir hier, an der Stelle heilende Übungen machen können. Sehr wirksam erweist sich die folgende Übung:

Stellen Sie sich vor, daß die Luft im Körperteil, der Ihnen weg tut oder nicht ganz funktionsfähig ist, dick und fast zäh ist. Die Luft ist hier dicker und bewegt sich nicht. Und diese Luft gilt es, in Bewegung zu bringen. Dazu benutzt man seine Hände und streift die Körperteile, als ob man sie reinigen möchte. Dabei berührt man den Körper aber nicht. Die Hände bleiben 3 bis 4 cm über dem Körper und streichen über ihn - nach unten, wenn man ruhiger werden will und den Bereich entspannen möchte und aufwärts, um ihn zu stimulieren. Man führt schnelle Streichbewegungen aus, um die Energie in diesen Bereichen in Bewegung zu bringen. Sobald man ein Gefühl der Bewegung bekommt, lassen die Symptome nach. Vor allem dort, wo es schmerzt.

Je nach dem Grad der eigenen Konzentration und des allgemeinen Gesundheitszustandes wird es mehr oder weniger lang dauern. Aber man sollte dran bleiben, denn Ergebnisse werden sich auf jeden Fall irgendwann zeigen.

Sei liebevoll!

heißt, liebevoll zu sich und zu seinem Körper zu sein. Man kann sich Komplimente machen oder seinem Körper Lob aussprechen. Das ist eine Form des Segnens. Man kann seine Liebe und Dankbarkeit gegenüber jedem Teil seines Körpers aussprechen oder gegenüber jenen, die Heilung brauchen. Das wirkt tatsächlich!

Sei sicher!

bedeutet, daß man sich seiner Autorität sicher sein sollte. Unser Geist und Körper brauchen eine Führung und sind dankbar, wenn wir mit ihnen sprechen und ihren Anweisungen geben. Wir können z. B. sagen: "Körper, jetzt entspann dich, weg mit dem Streß, werde gesund!"

sei kreativ!

heißt, daß wir unsere kreativen Fähigkeiten benutzen sollten, und zwar, indem wir immer dann, wenn negative Gedanken kommen, sie sofort durch positive ersetzen. Das gilt auch für die Bilder, die wir in Bezug auf Gesundheit und Heilung haben. Tauchen negative Bilder auf, die aus der Vergangenheit stammen, dann sollen wir tief einatmen und bewußt ein anderes Bild schaffen. Und weiter: negative Körperhaltungen werden durch positive ersetzt. Denn, wenn wir anfangen, uns unwohl zu fühlen, dann ist auch unsere Haltung schlechter und unser Körper verspannt sich. Da wieder tief einatmen und die Haltung ändern.

 

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